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Peitschen / Schlagen - mit was und wie
von Thomas
Schlagen kann man mit der flachen Hand, vorausgesetzt der Schlagende
empfindet es nicht schmerzhafter als das *Opfer*. Wer schon einmal brennende
Hände hatte, weiß von was ich schreibe.
Vorteil, der Top kann gut nachvollziehen wie es denn wirkt. Aus diesem
Grunde wird gerade die Hand für Anfänger empfohlen..
Natürlich gibt es Mittel und Wege für den Top...
Eine Peitsche etwa..
Wenn du jetzt an die berühmte Bullenpeitsche (bullwhipe) denkst, dann bist
du schon mal ziemlich falsch.
Wer hat sie nicht schon mal gesehen (Western, oder Zirkus), Viele denken
dabei in erster Linie an das furchteinflössende Knallen der
meterlangen Peitschen, und wie genau die Leute damit treffen.
Es soll sogar Leute geben die wirklich damit umgehen können. Ich persönlich
empfehle den Besuch eines guten Westernclubs. Zeige dort einmal den Anwesenden
was du kannst, sollten Die sich nicht totlachen hast zumindest ein wenig
Ahnung. (Ach ja, Anfänger sollten über Schutzbrille, Lederjacke und
eventuell Lederchaps nachdenken, ein Helm ist auch nicht ungeschickt.).
Kann sein, daß ich zu dem Thema noch mehr schreibe, aber das wird dann ein
eigener Artikel.
Warum knallt eine Peitsche?. Weil die Peitschenspitze die
Schallmauer durchbricht, bis hin zur doppelten Schallgeschwindigkeit.
Erstaunlich oder, ob das dann schmerzen könnte? Denkt mal.
Die Neunschwänzige
sind das nicht die Teile mit denen ungehorsame
Matrosen gezüchtigt wurden? Richtig, aber waren das immer neun Teile, ich
habe die nie gezählt.
Peitschen: Ein Griff, Leder, Holz oder Metall, in unterschiedlichsten
Längen. Vorne daran, Stränge aus Leder, glatt oder geflochten, oder auch
Gummi (Eine fiese Variante).
Wenn ich hier von Strängen schreibe, kann das natürlich auch nur einer sein,
glatt oder geflochten, eventuell mit Knoten darin. Wer derartiges verwendet,
sollte wissen, daß diese Knoten sehr punktuell treffen und ein erhöhtes
Risiko bringen.
Bevor mich hier jemand korrigiert: Die Peitschen mit den glatten Strängen
(mehrere) nennt man Flogger, die anderen Cats.
(Weil die besser kratzen, ähm, beissen?)
Standardpeitsche aus Leder
Eine vielsträngige Peitsche mit solidem Griff und glatten Strängen aus
Leder. Realtiv leicht und sicher in der Handhabung. Die Länge, ohne Griff
liegt zwischen 30-40 cm.
Paddel
Ah, das ist doch ähnlich wie die Hand, flächig und daher gut geeignet?
Mitnichten, häufiges Anwenden kann zur Hautschädigung führen, was sich da
bildet sieht unter Umständen wie gegerbtes Leder aus. Hier gilt wirklich
sorgfältiges Beobachten.
Gerten ... das ist herrschaftlich....
Hier gibt es die stinknormalen Reitgerten aus dem Reitfachgeschäft, oder aber
die mit Lustzuschlag, aus dem SM-Shop. (Die sind dann schwarz, was
manchem wichtig erscheint.)
Die Gerten haben oft ein kleines Bändchen am Ende, das einen wirklich
fiesen Schmerz verursacht; meist an der falschen Stelle. (Stichwort wrap
around oder umschlagen; erkläre ich noch)
Bequemer sind die Gerten mit den kleinen Lederklappen vorne, die auch recht
gut die Folgen mildern und Striemen im Zweifel völlig verhindern. Allerdings
ziehen sie halt auch nicht so gut ... sagen manche .... Gern bin ich bereit
das Gegenteil zu beweisen.
Der Rohrstock ...
Rohrstöcke gibt es von schlicht (das reicht auch) bis Edel, mit Leder
überzogen, verzierten Griffen usw. Ach ja, den Rohrstock wässert man,
schließlich will man ja Wirkung erziehlen (ist man nicht sadistisch?).
(Empfehlung, Wasserleitungsrohre mit
Gewinde gibt es im Baumarkt. Eine Seite mit passendem Verschluß, (auch
Baumarkt) verschließen, mit Wasser füllen und das Stöckchen hinein. So bleibt
die Badewanne frei ;-).)
Ob bei den edlen Teilen dadurch das Leder keinen Schaden nimmt?
Und... und.. und..
Wer seine Augen offenhält findet immer wieder Dinge die sich eignen.
Einen Ledergürtel zb. (nein, nicht die aus vollem Leder geschnitten, die
haben teilweise harte, scharfe Kanten). Die Hundeleine, vorzugsweise
diejenige die zum Halsband des Sub gehört. Seil, Kochlöffel, Haarbürste
(hoffentlich aus Holz sonst braucht man oft neue).
Brennnesseln (wenn Sub diese besorgt und für den Top dicke Handschuhe
bereithält), schließlich soll Top ja unbeschadet bleiben.
Jetzt aber.... loslegen
Nein!
Man sollte schon wissen wohin, oder besser gesagt, wissen wohin auf gar
keinen Fall. Über das Thema gibt es jede Menge Artikel, ich selber beschränke
mich auf die Stellen die ich persönlich als geeignet erachte. Wie gesagt,
meine persönliche Meinung, andere Personen mögen eigene Empfindungen haben.
Brustbereich
Mann:
Der Brustbereich selbst ist bei einem Mann durchaus muskulös (oder auch
nicht?), damit wenig gefährlich und kann sehr reizvoll sein. Hier fehlt mir
aber die Erfahrung, das sind Erkenntnisse die ich in Gesprächen erfahren
habe.
Brüste bei der Frau
Schläge auf die weibliche Brust können Drüsen des Gewebes schädigen,
Mann sollte einfach daran denken; sein bestes Stück ist auch empfindlich,
damit dürfte vieles gesagt sein. Ansonsten gilt auch hier, nur reden
miteinander und vorsichtiges Tasten hilft.
Rücken
Absolut tabu sind die Nierengegend und der Bereich des
Rückgrats. Um die Schulterblätter ist der Einsatz von flexiblen
Schlaginstrumenten möglich die keinen harten Aufprall verursachen.
Der Wechsel zwischen Po und Schulterblättern kann durchaus reizvoll sein.
Po
Tja, daran denkt man nun oft im Zusammenhang mit Schlägen, hier ist man auch
richtig. Trotzdem sollte man sich auch hier auf die Mitte konzentrieren. Gerade die Seiten sind oft sehr
schmerzempfindlich, empfindlicher als es der Großteil haben möchte.
Genitalien
Diese Stellen sind besonders empfindlich und damit reizvoll, nur sollte hier
wirklich Einigkeit zwischen den Partner herrschen. Die Haut ist hier gut
durchblutet, kann also leicht verletzt werden.
Beachtet bitte Mann/Frau ist nicht alle Tage gleich, egal wie gut man sich
kennt, hier ist ein vorsichtiges Tasten zu Beginn immer angebracht.
Leichtes Peitschen der Schamlippen, und die entsprechende Behandlung beim
Mann (cbt - Cock and Ball Torture) kann allerdings ungeheuer faszinierend
für beide sein.
Oberschenkel
Sie sind im Zweifel vorne und hinten von Muskeln geschützt, damit auch
geeignet. Wer intensive Wirkung haben will,
konzentriert sich auf die Innenseite der Schenkel und den sehr empfindlichen
Übergang zwischen Po und Bein. Echte Sadisten wußten das sicher schon ;-)
Immer noch nicht? Wie denn?
Auch Peitschen will gelernt sein, aber wie üben.
Hier streiten die großen SM-Geister, ob es jemals Einigkeit gibt?
Manche raten, die Schlagkraft und Zielgenauigkeit an toten Gegenständen
(Sessel, Kissen usw.) zu versuchen, bis man sich etwas sicherer fühlt.
Andere meinen, wer sich erst einmal daran gewöhnt hat, dass vom
"Opfer" kein Protest kommt, ganz gleich, wie fest man an welcher Stelle
zuschlägt, hat bei einer echten Session womöglich mit ziemlichen
Umstellungsschwierigkeiten zu kämpfen.
Was denn nun die richtige Methode ist, das muß wohl jeder für sich selbst herausfinden.
Ich persönlich habe es an Pfosten geübt. Diese Pfosten mit Karton (Karton
von Verpackungen, doppelwandig) umwickelt und mit Isolierband fixiert. Man
glaubt kaum wie zuverlässig man den Karton zerstört, obwohl nicht gewünscht.
(Notfalls kann man den Karton anfeuchten, mindert die Widerstandsfähigkeit
und zeigt schnell wo man zu hart war)
Zielgenauigkeit durch Anbringen von Kartons an unterschiedlichen Höhen.
Hilfreich auch, Pfosten in Schräglage, oder gar waagerecht.
Jetzt aber zum weiter oben angesprochen wrap around, oder auch dem *umschlagen*
umschlagen - wrap around
Das Peitschenende hat die unangenehme Eigenschaft sich um den Körper zu
schlingen, hat also ein sehr einnehmendes Wesen. Dabei erhöht sich die
Geschwindigkeit des Peitschenendes im Quadrat. Die entstehende
Aufprallenergie ist auch bei leicht geführten Schlägen erheblich.
Die Folge: Man zielt auf den Po, trifft diesen auch, das
Ende wickelt sich um den Körper und trifft den empfindlichen Bauch, oder die
Seite mit erheblich mehr Wucht als am Po. Es gibt mehr als einen Fall bei dem
auf diese Art erhebliche Verletzungen entstanden sind.
Was dagegen tun?
Nun, der richtige Abstand, abhängig von der Peitschenlänge ist grundsätzlich
einzuhalten, das vermeidet schon mal sehr viel.
Ich habe auch schon gesehen, daß sich Subs nur in Lederchaps peitschen ließen
die nur den Po freilassen.
Eine Möglichkeit ist, links und rechts vom Körper Kissen einzuklemmen um das
Ende abzufangen.
Hinweis:Die Möglichkeit, gerade dieses Umschlagen zu nutzen gibt es
natürlich auch. Dazu gehört aber mehr als eine Peitsche zu kaufen. Als
kleiner Hinweis. Man nutze dieses *umschlagen* so, daß sich die Peitsche um
den Körper windet und das Ende dann am gewünschten Ort trifft. Viel Spaß
beim Üben.
Anfängerkram, mag der Ein oder Andere hier denken. Wohl dem der das nicht
braucht, ich gratuliere aus ganzem Herzen.
Man kann auch einen Selbsttest durchführen, am eigenen Schenkel, dem Arm,
wie auch immer, nur ehrlich sein, nicht zögerlich. Aber! Bitte immer
bedenken, das Schmerzempfinden ist sehr unterschiedlich, von sich selbst auf
Andere zu schließen wäre ein fataler Fehler.
Nur indem man beim Selbsttest nicht schummelt, erhält man wenigstens einen
groben Einblick in die Empfindungen, die man auslöst.
Jetzt also, nun aber los.... NEIN!
Da liegt es also, das Schlagwerkzeug, wartet darauf benutzt zu werden, der
Partner ist bereit, wirft begehrliche Blicke darauf....
Wir haben auch geübt, treffsicher, bewußt mit welcher Stärke... am
unbeweglichen Ziel.
Nur... Sub ist nicht unbeweglich, es ist einfach ein Reflex auszuweichen,
welcher Sub kennt das nicht. All die Zielsicherheit ist beim Teufel.
Was tun, richtig, wir fesseln.
In welcher Haltung fesseln wir den Partner?
Langes Stehen ist für viele eine Qual, für den Schlagenden ein zusätzliches
Erschwernis. Von der Seite zu schlagen und zu treffen ist wesentlich
schwerer.
Also, bäuchlings aufs Bett, Kissen, Nackenrolle unter das Becken, oder
aber Oberkörper auf das Bett mit den Beinen davor. Vorgebeugt, mit dem Bauch
oder dem Oberkörper auf eine Sessellehne gestützt.
Wer das Glück hat über einen Bock zu verfügen, der sollte ihn auch nutzen.
Für den Anfang empfiehlt sich die für den Sub bequemste Stellung. Nur so
kann er
sich wirklich vollkommen seinen Empfindungen hingeben. In diesen
Stellungen fixiert steht dem Vergnügen nun nichts mehr im Wege.
Von einem Knebel würde ich abraten, soll man sich die Rückmeldung
entgehen lassen? Einmal finde ich es durchaus reizvoll die Wirkung nicht nur
zu sehen, sondern auch zu hören, zum anderen, was wenn etwas schief läuft?
Sub hat wenig Möglichkeiten sich zu artikulieren. Der oft angeführte Tip;
Gegenstand mit Glöckchen versehen, in der Hand halten und fallen lassen
wenn......... ganz schwer wenn man am Anfang steht.
Dieses Hören hat zwei Aspekte, einmal den was Sub von sich gibt und vor allem
"wie" Sub es von sich gibt. Gerade die Stimmlage sagt oftmal mehr als das
gesprochene Wort. Führen anhand der kleinen und großen Hinweise durch ihn,
gestützt auf den eigenen Instinkt und die Beobachtungsgabe.
Aha und nun, wohin...
Und nun was? Und wie?
Loslegen, jetzt wissen wir doch alles. Wissen wir?
Reden, das ausführliche Gespräch mit dem Partner, nichts kann es ersetzen.
Jeder erfahrene Top weiß, gerade Anfänger unterschätzen die Wirkung von
Schlägen, das Gefühl zu früh ein absolutes *nein* signalisiert zu haben, ist
für den Sub unter Umständen frustrierend. Die Folge, Sub versucht beim
nächsten Mal über seine Grenzen zu gehen, auch ein gefährliches Spiel.
Reden, vorher, nachher ohne Einschränkungen.
Können wir jetzt endlich?
Jetzt ja.
Allerdings: Ganz langsam und behutsam.
Es gibt nichts Schlimmeres für den devoten Partner als ein zu überraschender
zu heftiger Schmerz. Der Top sollte wirklich zu jeder Zeit auf die
Reaktionen achten die er hervorruft. Ob nun durch Bewegung, Worte oder eben
auch die Stimmlage. So sollte es möglich sein zu reagieren, steigern,
gleichbleiben oder einfach sich zurücknehmen. Eine Pause zur richtigen
Zeit, warten lassen, auch das gehört dazu.
Mit Reitgerten kann man auch aus dem Handgelenk heraus eine ziemliche
Wirkung erzielen, die Gerte bitte niemals unterschätzen. Ich persönlich halte
übrigens nichts von Mustern die man mit Gerten zeichnen kann. Schläge die
sich überkreuzen können das Gewebe an den Überkreuzungsstellen sehr
schädigen (was medizinisch durchaus bekannt ist). Die Aussagen mancher Tops
sie könnten wunderbare Muster zeichnen könnte man vor diesem Hintergrund
durchaus überdenken.
Die Gerte ist relativ leicht zu handhaben und die Treffsicherheit ist
sehr hoch.
Das peitschen ist schon anstrengender.
Hier ist der Arm beteiligt, den Griff fest in der Hand, aber selber locker.
Wie man nun schlägt, über Kopf, oder von außen nach innen,
oder auch umgekehrt, immer sollte das Ziel ohne Verrenkungen erreichbar
sein, zu leicht geht es sonst daneben.
Peitschenstränge sind eigenwillig, neigen zum Ausreissen, d.h. sie machen sich
gerne breit und verteilen ihre Energie auch an Regionen die wir gar nicht
ins Auge gefasst hatten. Auch hier macht sich das *umschlagen* negativ bemerkbar.
Vermeidbar nur durch richtigen Abstand und schnelle Aktion. Ich meine hier
durchziehen, kein verweilen lassen der Stränge.
Persönlich schlage ich von rechts oben nach links unten, mit der freien Hand
die Riemen fassen, beide Hände wieder über den Kopf und beim Schlag die
Riemen durch die Hand gleiten lassen, das hält die Stränge länger zusammen.
Sicher gibt es viel mehr Techniken, aber man mache es so wie es am besten
gefällt.
Die richtige Entfernung kann man bei ersten leichten Schlägen *einstellen*.
Der Rohrstock erzeugt eine ganz andere Art von Gefühl, konzentrierter,
vor allem wirken die Schläge nach, der Schmerz strahlt auf die Umgebung der
Treffstelle. Aus diesem Grunde sollten Schläge nicht zu
schnell hintereinander kommen.
Bitte den Rohrstock von Zeit zu Zeit prüfen,
scharfkantige Enden, oder beschädigte Stellen machen Sub sicher keinen Spaß.
Dass nach einer solchen Session mehr Handeln nötig ist, als ein zufriedenes in den
Sessel sinken, sollte wohl jedem selbst klar sein.
Einen guten Link (mit anderen Hintergründen) zum Thema *warum schlagen* findet Ihr unter:
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