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Schweigen muß nicht seinVon ClaudiaVor allem ansprechen möchte ich hier Menschen, die schon über längere Jahre ein Paar sind. Wie ihr bereits erkennen konntet, bin ich kein virtuelles Wesen, sondern nütze den Chat auch dazu, Leute kennen zu lernen, über Telefon oder auch Real. Die Tastatur dient mir nur als ein Medium dazu.Wie oft mußte ich mir anhören, mit meiner Frau kann ich meine Fantasien nicht besprechen, geschweige denn ausleben. (Überwiegend kam ich mit Mann ins Gespräch, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es auch Frau umgekehrt so geht). Warum können Paare nicht miteinander reden?Diese Frage stellte ich sehr oft. Die Antworten wiederholen sich ... "was würde sie/er von mir auf einmal denken? ... ich hätte Angst, sie/ihn zu verlieren. ... sie/er ist zu prüde dazu, die Erziehung. ... ich würde mich schämen." ... usw, leider, kann ich da nur sagen *seufz*.Und doch... ich kann es auch sehr gut verstehen, erging es mir doch selbst nicht anders. Niemals hätte ich gewagt, von meinen heimlichen Fantasien und Gelüsten zu erzählen, die Scham und das Nichtverstehen waren einfach zu groß. Wie aus dem Teufelskreis rauskommen?Ein nicht leichtes Unterfangen, das gebe ich gerne zu. Denn, das schlimme daran ist, die eigenen Wunschgedanken nehmen im Laufe der Zeit zu. Gerade, wenn sie sich ausschließlich in der Fantasie abspielen, besteht die Gefahr, dass sie zum Teil recht unrealistisch werden. Oder, Mann/Frau informierte sich in Chats oder auf themenbezogenen Seiten im Netz, liest, dies oder jenes wäre möglich, möchte es auch, die Sehnsucht, zu erleben, sie wird immer stärker.Das denke ich, ist der Knackpunkt. Die eigene "Entwicklung" ist zu weit fortgeschritten, der Anfang wurde nicht genützt. Und hier sollte meines Erachtens angesetzt werden. Versucht, euch an den Anfang zu erinnern, welche Bilder waren da? Was galt damals eurem Interesse? Es ist ein großer Unterschied, ob ich z.B. nur die Hände meines Partners festhalten möchte oder ihn als ganzes Packet verschnürt vor mir liegen sehen möchte *smile*. Tipps, Tricks, wie es vielleicht doch funktionieren könnteMeiner Meinung nach ist der größte "Liebeskiller" der Alltag. Sicher, es gibt Zeiten in denen Mann/Frau nicht abschalten kann, ist auch ok so. Doch es gibt auch eine Zeit des Lebens, Genießens. Vielleicht solltet ihr euch erst mal Gedanken darüber machen, wie wichtig euer Partner für euch überhaupt noch ist. Liegt es "nur" daran, dass das Sex-Leben nicht mehr so richtig funktioniert, aber ansonsten noch genügend Berührungspunkte vorhanden sind, dann dürfte es nicht allzu schwer sein, ein wenig frischen Wind in die Schlafzimmer, oder wo auch immer *g* zu bringen.1) Du hast als Mann die Idee, dass deine Frau sich vielleicht etwas weiblicher kleiden könnte? "Sie trägt ja eh immer nur Hosen, darauf habe ich keinen Einfluss", wirst du dir vielleicht sagen. Nun, wie wäre es, zuerst nett Mittagessen gehen und dann shopping, zusammen versteht sich *lach*. Berate deine Frau doch einfach. Bringe ihr einen Rock, eine dazupassende Bluse in die Kabine, besteh drauf, dass sie diese Teile wenigstens probiert. Wenn es dir wirklich gefällt, sag es ihr, zeig deiner Frau ihre Vorteile, jede Frau hat solche. (welche Frau mag das nicht *smile*). Z.B. wie toll ihre Beine bei einem etwas kürzeren Rock zur Geltung kommen, oder ähnliches. Nur mal so nebenbei bemerkt, Ein Rock kann oft besser sogenannte Schwachstellen kaschieren, als eine Hose. Sei ein wenig aufmerksam, betrachte sie, als würdest du sie zum ersten Mal sehen. Das hebt schon mal die Stimmung und wird sich auch auf Frau übertragen *lächel*. Kannst du sie überzeugen und sie sogar zum Kauf von Rock und Bluse bewegen, was hält dich auf, mit ihr in die Wäscheabteilung zu gehen. Vielleicht ein paar schöne Strümpfe dazu, halterlose oder gar mit Straps? (Versuche ihr, Strumpfhosen auszureden, es sei denn, du selbst liebst solche *g*). Sag ihr, wie herrlich verrucht du das an ihr findest. Fordere sie auf, sich genau im Spiegel zu betrachten. Sag ihr, wie sehr sie dir so gefällt. Zeig ihr deine Freude daran. Tja, und jetzt fehlen vielleicht noch die passenden Schuhe *schmunzel*, denn in flachen Tretern wird das ganze Outfit nicht so toll zur Geltung kommen und das versteht auch Frau ;-). (Ich hoffe, du hast einen großen Geldbeutel mit dabei *fg*). Aber gib zu, es könnte Spaß machen. Vielleicht fragst du jetzt.... und nun? wie gehts weiter? Tja... vielleicht überrascht du deine Frau ja einmal mit netten Dessous, lass dir was einfallen, sei ein wenig kreativ :-). Wichtig ! Lass dich nicht gleich entmutigen, wenn deine Frau nicht gleich beim ersten Mal so richtig zieht. Gewöhn sie daran, dass du hin und wieder mit ihr einkaufen gehst. Vielleicht hat ihr ja nur diesmal die Auswahl nicht so gut gefallen, oder sie war einfach noch ein wenig verunsichert. Gesteh es ihr zu und denke daran, Rom wurde auch nicht an einem einzigen Tag erbaut *zwinker*. Wichtig! Redet miteinander. Frag sie, wie es ihr erging beim Einkaufen, ob es ihr Spaß gemacht hat. Erzähle aber auch du deiner Frau, wie du dich dabei fühltest, dass es vielleicht schon dein langer heimlicher Wunsch war, sie so gekleidet zu sehen. Vielleicht kommt ihr dabei auf noch mehr versteckte Wünsche. Ein Anfang wäre es zumindest. 2) Du als Frau hättest den Wunsch, das Bedürfnis, dass dein Mann dich doch einmal fester berührt, dir vielleicht die Hände festhält, deine Brustwarzen nicht immer nur sanft küsst usw? Traust dich aber nach all den langen Jahren nichts zu sagen, aus Angst, er könnte sagen ... "es war doch bis jetzt immer alles in Ordnung, was willst du denn plötzlich"?. *Grins*... es geht zum Teil auch nonverbal. Zeig ihm doch im Liebesspiel, wie du dir selbst deine Brustwarzen zwirbelst, drehst, sie ein wenig langziehst. Spiel mit ihnen, zeig ihm deine Lust dabei. Vielleicht wollte er das ja selbst immer schon tun, traute sich aber nicht, aus Angst, dir weh zu tun. [Schade um die vielen Jahre, die man an sich vorbei geliebt hat :-(.] Wenn er nur ganz zärtlich an deinen Brüsten knabbert, flüster ihm ins Ohr, dass er ruhig ein wenig beissen darf usw.. Mann "denkt" ja beim Liebesspiel nicht mehr sooo rationell *g*, und ich bin sicher, wenige, die dies dann nicht tun. Die Hände festhalten, wie bringe ich ihm das bei? Ganz einfach, auch hier gehts nonverbal. Leg deine Arme nach hinten über den Kopf, halte die eine Hand mit der anderen fest, signalisiere ihm damit, ich bin zum Teil unbeweglich. Lass sie dort während er dich verwöhnt, wie auch immer und beobachte, wie er darauf reagiert. Auch hier gilt... Reden! Frag ihn, danach, oder spätestens am nächsten Tag, ob es ihn erregt, ihm gefällt, seine Einstellung dazu. Erzähl ihm, dass es dich erregt. Wichtig ist, dass ihr auch im Normalzustand darüber sprechen könnt. 3) Du sagst in der höchsten Erregung Worte zu deinem/r Partner/in, die nicht unbedingt jugendfrei sind, merkst, dass er/sie freudig darauf reagiert. Soweit gut, aber was passiert meist? Es wird letztendlich todgeschwiegen, denn "danach" ist es ja peinlich, möchte man nicht daran erinnert werden. Ich finde es sehr schade, ehrlich. Hier wäre ein so guter Ansatzpunkt, warum nicht hergehen und im Normalzustand darüber reden? Muß man sich für etwas schämen, dass Lust und Freude bereitet? Seid euch darüber im Klaren, dass der Respekt voreinander dadurch nicht verloren geht. Im Gegenteil, es schafft eine neue Basis des Vertrauens, wenn ihr fähig seid, ganz normal darüber zu sprechen. Ich persönlich mag es sehr, wenn mein Top mich einfach mal so sein Nassmöschen oder Stütlein nennt *g*. 4) Du möchtest wissen, ob dein/e Partner/in wirklich devot ist? Hier ist große Aufmerksamkeit gefordert. Beobachten der Reaktionen, ob freudig, oder eher ablehnend. Beginne sehr sanft zu spielen. Vielleicht nur eine leise, aber bestimmte Aufforderung, einfach die Augen zu schließen, sich nur dem Fühlen hinzugeben. Wenn das gefällt, lege beim nächsten Mal das Tuch nur über die Augen, binde es nicht gleich fest. Gib dem Partner die Möglichkeit, er könnte es entfernen, wenn es zu viel wird. Ihr denkt an gefesselte Hände? Auch hier, langsam, laßt euch Zeit. Es erfordert bereits großes Vertrauen, sich in dieser Art auszuliefern. Spielt erst mit dem Festhalten der Hände. Auch hier wieder... beobachten, ob gefällt oder nicht. Es könnte schon zu viel sein, dann fordert den Partner ein ander mal auf, die Hände selbst entweder ganz ruhig neben dem Körper liegen zu lassen oder sie hinter dem Rücken, dem Kopf zu verschränken. Erst wenn ihr sicher sein könnt, dass diese Spielvariante auch wirklich ankommt, könnt ihr an das Fixieren der Hände denken. Aber Vorsicht! Bitte keine Seidentücher verwenden!! Die Knoten ziehen sich zu fest zusammen, und wenn Panik angesagt ist, wird der Fixierte daran zerren. Ihr habt dann keine Chance, den Knoten zu öffnen. Und wer hat schon eine Verbandsschere - mit stumpfer Spitze - neben sich liegen? Für den Anfänger sind in dem Fall Handmanschetten mit Klettverschluß sicher am geeignetsten. Sie sehen vielleicht nicht ganz so sexy aus, aber dienen der Sicherheit. Für den, der sich mit Knoten auskennt (Bergsteiger, Segler), ist ein Gang in den Fachhandel, um entsprechende Seile zu besorgen, sicher der "lustvollere" Weg *gg*. Auf alle Fälle gilt auch hier wieder ... Reden Miteinander Und noch ganz wichtig, lasst euch Zeit dabei, bringt den Partner nicht unter Druck, weil ihr selbst evtl. in euren Gedanken schon viel weiter seid. Der geliebte Partner könnte u.U. nicht mehr folgen und würde womöglich das ganze Spiel abbrechen. Es wäre einfach zu schade darum, meint ihr nicht auch? 5) Mann / Frau könnte auch mal "aus Versehen" eine entsprechende Lektüre am Wohnzimmertisch liegen lassen. Hiermit zeigen, schau her, ich interessiere mich dafür, lass uns darüber reden. Sicherlich wird ein billiges Wichsheftchen nicht gerade gut ankommen. Es gibt so viele wirklich gute Artikel im Internet. Was ist dabei, den ein oder anderen auszudrucken, um ihn dann gemeinsam zu lesen :-). Wege gemeinsam gehen, aber wie?Das wird jedes Paar letztendlich für sich selbst entscheiden müssen. Hilfreich kann es sein, zu versuchen, mit anderen Menschen, die in etwa die selbe sexuelle Linie haben, in Kontakt zu kommen. Mittlerweilen gibt es in vielen Städten Treffpunkte, bei denen man sich zwanglos über dieses und jenes unterhalten kann. Sich Tipps und Trick sagen, evtl. zeigen lassen kann. Auch entsprechende Chats können durchaus ihren Sinn haben. Die Möglichkeit, hier Menschen kennenzulernen, ist nirgends so groß wie dort, sofern man selber offen ist, und vor einem telefonischen Kontakt oder gar einem realen Treffen nicht zurückscheut.Auf alle Fälle wichtig für Paare, die am "Anfang" stehen. Lasst euch nicht verrückt machen von solchen, die meinen, sie hätten die Weisheit mit dem Löffel gefressen, ihr alleiniges Wort und Tun gilt. FazitDas Wichtigste, meiner Meinung nach ist, dass Mann und Frau miteinander Reden, Reden und nochmal Reden. Egal, ob ihr nun Vanillas oder BDSMer seid. Nur so kann man eine gesunde Basis erreichen und dann auch den ein oder anderen Wunsch in Erfüllung gehen lassen. Und zusammen macht es doch mehr Spaß, als sich im Alleingang zufriedenzustellen :-). |
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23.05.2008 |