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Lust Schmerz die Kombination

Von Claudia
Heute (18.11.2002) unterhielt ich mich mal wieder mit meiner Freundin (sie weiß vieles von mir und kann einiges selbst nachempfinden) über Sex. Sie selbst (eigentlich eine sehr offene Frau) hat erstaunlicher Weise ein Riesenproblem damit, ihrem Freund den Wunsch zu erfüllen, sich vor seinen Augen mit einem Vibrator zu befriedigen. Hin und wieder stichel in ein wenig in diesem Thema, so auch heute wieder *gg*.
Ich fragte sie, ob sie sich vorstellen könne, wenn sie merkt, ihn dadurch sehr zu erregen, ihre eigene Lust dadurch angestachelt würde und sich die Problematik des Peinlichseins dadurch verringere. Sie wiegte nur den Kopf hin und her, konnte es nicht beurteilen.
 

Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln

"Missionarisch", wie ich nun mal hin und wieder veranlagt bin *gg*, versuchte ich ihr an hand einer eigenen Erfahrung dies Thema "Lust aus der Lust des anderen schöpfen" näher zu bringen. Ich schilderte ihr von meinen Gedanken, Eindrücken, als mein Top mir zum ersten Mal den Po versohlte. (Nachzulesen hier unter "StolzeSklavin - Jahr 2002).
Für mich persönlich gilt, ich habe ganz bestimmte Lust-Schmerz-Zentren. Werden die getroffen, dann bin ich nur maso-mäßig drauf und möchte immer mehr. Der Po gehört da nicht dazu *smile*. Trifft Top mich hier, dann kann ich meine Lust nur daraus beziehn, dass ich genau weiß, er hat jetzt einfach das "Bedürfnis" danach, aus welchen Gründen auch immer. Ganz speziell bei dieser Art des Spielens sind wir voneinander sehr stark abhängig. D.h. würde ich aus seiner Lust keine beziehen können, nur "teilnahmslos" daliegen, wäre auch seine Lust nicht mehr gegeben. Einfach nur so schlagen, dass ist dann nicht sein Spiel, und bei vielen anderen ja auch nicht.
 
Durch dieses Gespräch mit meiner Freundin wurde mir stunden später erst so richtig bewußt, dass sich für mich ein ganz zentraler Punkt entwickelt; etwas zu tun oder geschehen zu lassen, nicht aus meiner Lust und meinem Wunsch heraus, sondern, weil mein Top es so will, und sich dann auf grund dessen meine Lust entwickelt.
 
Nehmen wir einmal diesen Punkt genauer unter die Lupe. Zeigt sich da nicht, dass es vielen Menschen so geht, egal ob BDSMer oder Vanilla, das Verlangen, die Begierde des Partners zu steigern, um sich daran zu erfreuen und somit die eigene Lust zu steigern? *Grübel*, sind wir jetzt alle irgendwo, ganz versteckt, Sklave/In des Anderen? ... *malleisevormichhinlache*.


23.05.2008