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Erstes Mosaiksteinchen, der Weg zur Sklavin (16. August)

von Claudia
Nocheinmal auf dem Parkplatz, nochmal gleiches Spiel. Zuhause jedoch ein ganz anderes.
Mein Top band mir die Brüste leicht nach oben, nahm dann die Digitalcamera in die Hand und forderte mich auf, ihn zu bitten, mich zu fotografieren.
Ich konnte nicht, brachte keinen Ton heraus, geriet unter Druck. Das passiert mir öfters, wenn ich aufgefordert werde, etwas bestimmtes zu sagen. Ich sah ihn nur stumm an, brach in Tränen aus. Sein Ton wurde schneidend... "dann zieh dich wieder an". In dem Moment wars dann ganz aus für mich, ich konnte nicht mehr unterscheiden, ob Spiel oder Realität. Er wußte, was in mir vorging, brach das Spiel ab und nahm mich einfach in seine Arme.
Ich dachte mir, na toll, da gibt er dir die Möglichkeit, deine Fantasien auszuleben und du selbst bist nicht mal in der Lage, ihm einen kleinen Wunsch zu erfüllen.
Wir sprachen anschließend darüber und auch über das Thema "Verfügbarkeit", und dass es nicht immer nur um mich selbst dabei geht. Ein weiterer greifbarer Mosaikstein auf meinem Weg zur Sklavin.

Meine Bitte, als Sklavin angenommen zu werden (Am 19. August)

... um 1:oo Uhr nachts nach einem größeren Intermezzo, dies weiter auszuführen, wäre einfach zu privat *smile*, fiel das erste mal meine Bitte, mich als Sklavin anzunehmen. Ich mußte am folgenden Morgen diese Bitte per Mail nochmal an ihn richten (Wir haben mehrere Rechner hier zu hause stehen, so dass ein Mailkontakt kein Problem für uns ist).
Er nahm mich an, teilte mir jedoch in seiner Antwort-Mail mit, dass es die Bitte einer Frau sei, die ihre Lust ausleben möchte, nicht die einer wahren Sklavin, ich werde noch viel lernen müssen, seine Hilfe sei mir gewiß.
Zurückblickend, soeben las ich nocheinmal diese Mails durch, ein leises Lächeln auf meinen Lippen. Wie recht er hatte. Mir war noch nicht ganz klar, was es bedeutet, wirklich verfügbar, eben eine Sklavin zu sein. Noch zu sehr war mein Anspruchsdenken im Vordergrund, meine eigene Lust der oberste Punkt.

Kleiderordnung und erste Anweisung ( 21./22. August)

Ich erhielt meine erste Kleiderordnung für zu hause, am 22. August meine erste Anweisung per Mail. Ich sollte mich stündlich selbst befriedigen. "Oh, welch eine Freude er mir macht", dachte ich mir, aber dann, erste große Diskussion.
Ich sagte ihm, was, wenn gerade ein Telefonat ist und die Stunde schlägt, oder gerade Besuch im Haus? Mein Top meinte, dann wirst du einen Weg finden, du kannst zurückrufen, bzw. es gibt mehr Räume hier.. Da schlugen die Wellen der Auflehnung hoch in mir ... was ist, wenn z.B. eins der Kinder anruft, in Not ist und mich braucht? Du kannst nicht verlangen, dass ich dies dann abbreche, so weit gehe ich nicht, die Kinder sind dann wichtiger".
Er schaute mich nur an, meinte dann, dass er sehr wohl denken könne, ob ich das vergessen hätte. Er sagte mir, ..."es steht dir immer frei, zu entscheiden, ob du tust oder nicht, wir werden anschließend darüber reden und dann entscheiden, ob deine Entscheidung richtig oder falsch war."
Es war kein Zweifel meinerseits an ihm, eher die Panik, nicht rauszukönnen aus der Situation, vergessend, dass Verfügbarkeit immer dem Rahmen angepasst ist.
 
Ich beschreibe diese Situation deswegen so explizit, um zu zeigen, dass die Entscheidung, Sklave oder Sklavin sein zu wollen, und dann auch zu sein, sicher nicht von 0 auf 100 geschehen wird. Es ist ein "Lernprozess", auch wenn die Neigung dazu vorhanden. Wichtig ist, dass immer wieder Gespräche darüber stattfinden, sich Top und Sklave/Sklavin austauschen können. Wenn beide am Anfang stehen, auch beide über ihre Ängste und Nöte miteinander sprechen. Ein Top wird deswegen noch lange nicht sein Gesicht verlieren, ganz im Gegenteil *lächel*.
 

Fragebogen (August)

Auch der Fragebogen fehlte nicht. Mein Top richtete mir auf meinem Rechner eine interne Seite mit Datenbank ein. Darauf zu finden sind Regeln, wie Kleiderordnung zu hause oder außerhalb, Verhalten und Anweisungen per Handzeichen für ihn, aber auch Handzeichen, die mir Möglichkeiten bieten, evtl. Wünsche zu äußern. Mein und sein Tagebuch, zu führen und zu lesen, darauf komme ich noch näher. Meine Maße und Gewicht und letztendlich auch der Fragebogen.
Anfangs hatte ich ihn wöchentlich auszufüllen, mittlerweilen nur noch einmal im Monat. Die ersten Wochen hatte ich 25 Tabus angegeben. Ein leises Schmunzeln im Nachhinein. Wer jemals einen solchen regelmäßig führte, wird mir rechtgeben, dass festzustellen ist, wie sehr sich Grenzen im Laufe der Zeit verschieben, eine wirklich interessante Beobachtung.
Ich persönlich halte viel von so einem Fragebogen, nicht nur für Menschen, die den Weg von Sklave/Sklavin gehen möchten, sondern die in einer Dom/Dev- Beziehung leben oder leben wollen, zumindest für die erste Zeit.
 

Wenn Regeln zu Diskussionen führen *g*

In meinen Regeln fand ich auch zu lesen, daß, wenn mein Top mich mit Sklavin anspricht, ein Herr von mir erwartet wird.
Hm... das war bislang ein Punkt, von dem ich immer sagte.. also sowas finde ich einfach blöd. Es kam mir irgendwie albern vor. Mein Top persönlich findet es ebenfalls nicht für nötig, ihn permanent mit "Herr" anzusprechen, aber er sagt, es gibt Situationen, wo es einfach angebracht ist.
Wir unterhielten uns gerade über diesen Regel-Punkt, ich wollte mal wieder eine Diskussion vom Stapel lassen, da hörte ich plötzlich, sehr bestimmt ..."Sklavin". Ein apruptes Schweigen meinerseits, wohl wissend, jetzt ein "ja, Herr" sagen zu müssen, ein innerer Kampf tobte in mir. Nicht schon wieder nichts sagen können, dachte ich mir,... komm schon, spucks aus, er wartet drauf. Oh je.. manchmal kann Sklavin sein ja soooo hart sein *gg*. Aber ich schaffte es *smile*, wenn auch sehr leise :-).
Einige Tage später konnte ich dann in seinem Tagebuch nachlesen, dass es ihm durchaus auch Vergnügen bereitet, meine Überwindung zu beobachten. (Dom's können ja sooo fies sein *kicher*)
 

Ich liebe mein Tagebuch *smile*

In den Regeln stand auch die Aufforderung, ein Tagebuch zu führen mit all meinen Gedanken, Wünschen usw, welches er selbstverständlich lesen könne. Dieser Punkt war nun wirklich kein Problem für mich. Schon lange bedauerte ich selbst, nicht bereits von Anfang an ein solches geschrieben zu haben. Mit dieser Aufforderung kam er dann meiner, ähm, hin und wieder vorkommenden Trägheit *gg* entgegen, es endlich zu beginnen :-).
Ich bat meinen Top dann jedoch, er möge auch ein Tagebuch führen, es wäre auch für mich interessant und wichtig, seine Gedanken, Beobachtungen zu lesen. Ausserdem...., wenn ich mal Oma bin, wird es sicher hin und wieder schön sein, darin stöbern zu können *schmunzel*.
Wir reden zwar über alles, wirklich alles, was uns beide betrifft, doch so ein Tagebuch hat auch den Vorteil, dass ein geschriebenes Wort oftmals differenzierter überlegt wird, beim Schreiben sich die Gedanken bessser sammeln lassen und somit klarer zum Vortritt kommen. Ganz abgesehen davon, dass die Entwicklung sich deutlicher nachvollziehen läßt.
Ich persönlich würde wirklich jedem empfehlen, ob Männlein oder Weiblein, ein Tagebuch zu führen, erstens, macht es Spaß und zweitens, man lernt sich selbst besser verstehen und kennen *smile*.
 

Tag der völligen Aufgabe

Der Gedanke, das Bewußtsein, Sklavin zu sein, wurde mir immer vertrauter. Das Wissen, die Verfügbarkeit meinem Top gegenüber ist der eigentliche Reiz des Spiels, ist der eigentliche innere Wunsch in mir.
Es kam der Tag, am 26.9.2002, meiner sexuell völligen Aufgabe. All meine Tabus legte ich in seine Hände, wohl wissend, dass er mir niemals Schaden an Körper, Geist und Seele zufügen wird.
So ganz einfach, wie es hier geschrieben steht, war es denn doch nicht *smile*. Ich sagte ihm dies in jener Nacht, da kam plötzlich seine Aufforderung, ihm mitzuteilen, welche Bilder in bezug des Aufgebens in mir sind, was es für mich bedeutet. Angst flackerte auf einmal hoch, sah nur noch die Tabu-Bilder vor mir, nicht mehr das, was ich bis dahin kannte. Ich brach in Tränen aus, brachte diese Bilder nicht über meine Lippen.
Er nahm mich in seine Arme, hielt mich tröstend fest und meinte... "gell, ein Riesenunterschied... Fantasie, und wenn man dann weiß, es kann Realität werden. Du bist noch sehr leicht aus der Fassung zu bringen. Schreib mir am nächsten Morgen per Mail, ob du das wirklich willst".
Und ich wollte es so, konnte nun ein ganz klares "JA" schreiben, verspürte keine Angst mehr. Denn letztendlich will ich ganz an meine Grenzen gebracht werden, um dann zu sehen, wie weit sie wirklich verschiebbar sind. Meinen Fragebogen füllte ich erneut aus, diesmal ohne jegliche Tabus, nur den ein oder anderen Hinweis ... "könnte Spiel verderben", oder ... "wenn mein Top es befiehlt, ich werde gehorchen".

Tatoo

Ein letztes Geschenkt bot ich meinem Top noch in dieser Nacht an, ich wollte mir sein Zeichen eintätowieren lassen. Dazu sei gesagt, dass ich einen Horror vor allem was mit Nadeln zu tun hat verspüre. Aber es erschien mir irgendwie wichtig, ich wollte es einfach so, gekennzeichnet als seine Sklavin.
Am 11.10.2002 war es dann soweit. Wir gingen gemeinsam in das Studio, mein Top machte auch zwei Fotos von der Situation und hielt mir ansonsten meine Hand, denn ich muß sagen, weh hats schon getan *seufz*, aber es sieht auch gut aus *schmunzel*.
 
Tja... und nun bin ich so gut wie am Ende meiner Entwicklung... vorerst :-), dass sie noch weitergeht, keine Frage.
Vor genau einer Woche (19.11.2002) begannen wir mit dieser Web-Site. Fleissig waren wir *lach* und unser nächstes Interesse wird sein, diesen Treffpunkt in Regensburg zu organisieren.
 


23.05.2008