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Erste Bilder zum Spiel mit Fremden (Mai 2002)

... die Zeit des großen Arbeitsprojektes war zu Ende, wir konnten uns nun wieder meiner Entwicklung widmen :-).
Ganz in unserer Nähe entdeckten wir im vergangenen Jahr einen Parkplatz, der einfach ideal ist, aber damals zur Baustelle umfunktioniert wurde, und wir aus diesem Grunde im Nürnberger Raum unterwegs waren. Heuer jedoch wollten wir ihn wieder zum "Leben erwecken".
Wir gingen wieder in den Chat, versuchten dort Leute aus unserer unmittelbaren Nähe zu finden, um einen kleinen festen Kreis für Parkplatzbesuche aufzubauen. Nunja... die Betonung liegt auf "versuchten", denn wie wir feststellen mußten, es ist für viele mittlerweilen einfacher vor dem PC zu sitzen und dort rumzugeilen, als in die Öffentlichkeit zu gehen *seufz*.
Also spielten wir vorerst nur zu zweit. Mein Top veränderte die Bilder meiner Fantasien ein wenig. Sprich, er lenkte sie mehr in die Richtung, meiner tiefsten, geheimen Wünsche entsprechend, auf das Spiel mit Fremden. Er ließ sich viel Zeit dabei und wie immer, seine Frage im Normalzustand, ob ich es auch wirklich wolle. Ich verneinte nicht, war einfach glücklich, es zugeben zu können, ohne Angst dabei zu haben, nicht mehr geliebt zu werden.
Auch da wieder Gespräche, die wir führten, diesmal aber, wie es ihm dabei geht, wenn das Spiel mit Fremden sein wird.
 
Und hier ein ganz wichtiger Punkt für die, welche sich entscheiden, andere Spielpartner mit einzubeziehen. Überlegt vorher genau, will ich das wirklich? Was ist mit meiner Eifersucht? Kann ich unterscheiden, dass es hierbei nur um Sex geht, oder muß ich befürchten, dass auch Gefühle mitspielen? Sprecht miteinander darüber, denn wenn nicht ein klares "JA" dazu erfolgen kann, wird es anschließend nur Ärger und Probleme für Euch geben, es wäre schade darum.

Erste Fremdberührungen (15. August)

Für uns beide war es nun klar, mein Top wollte mir auch hier die Möglichkeit geben, meine Fantasien tatsächlich ausleben zu können.
Am 15. August 2002 war es dann soweit. Ein Date mit zwei Männern im Chat für den Parkplatz ausgemacht. Man sass zusammen, plauderte sehr nett und angeregt und dann eröffnete mein Top das Spiel, nun erstmals mit Fremdberührungen. Er selbst hielt sich vollkommen im Hintergrund, beobachtete dabei meine Reaktionen, ob auch alles in Ordnung für mich.
Auch danach noch ein wenig geplaudert und man fuhr zufrieden nach Hause. Mein Top sagte mir, er hielte sich mit Absicht zurück, wollte das Spiel nicht anheizen, um so meine Reaktionen und Wünsche nicht zu verwischen. Ich verstand was er meinte, akzeptierte es, wenn auch mit leisem Bedauern, denn... ein wenig stumm war das Spiel selbst schon *seufz*.

Besuch von einem Pärchen (28./29.Sept.)

Wir nützten den Sommer so gut es ging aus, hatten noch einige Treffs auf dem Parkplatz, zweimal mit einem Paar und noch einigen Einzelherren dazu. Einmal kam ein Pärchen, ebenfalls im Chat kennengelernt, zu uns zu Besuch, sie verbanden es mit einem Urlaub in Bayern.
Insgesamt waren es neue, interessante Erfahrungen für mich. Nicht zum ersten Mal zeigte sich meine Freude am Spiel des dominierens, allerdings beide Male mit Frau *schmunzel*. Vom Telefon her kenne ich es bereits, wenn Mann nicht so zurecht kam, ich es aber wollte, schließlich die Führung übernahm ;-).
Der Besuch des Pärchens war sehr schön, wir unterhielten uns lang und angeregt, bis mich die Frau fragte, ob ich nicht hin und wieder das Bedürfnis hätte, in unserer Beziehung die Führung zu übernehmen. Ich sah sie erstaunt an, sagte ihr, dass mir dieser Gedanke niemals in den Sinn gekommen wäre *lächel*.
Nein, Thomas ist für mich ein Mann, der von Anfang an meinen Respekt hatte, in jeder Beziehung. Was nicht heissen soll, dass wir nicht auch heisse Diskussionen führen *schmunzel*.

Andreas-Kreuz

Am 6.10.2002 erlebte ich zum ersten Mal, was es heißt, am Andreaskreuz festgebunden und bespielbar zu sein. Er fertigte es selbst an und befestigte es an der Wohnzimmertür. Ein Teil, das innerhalb 5 Minuten abgebaut und verstaut ist *g*.
Hier hat meine Fantasie mich nicht betrogen, die Realität entsprach ihr vollkommen. Ich liebe es einfach, dort zu stehen, mich dem Gefühl hingeben zu können, Sklavin, wehrlos zu sein, zu hören und zu fühlen. Es ist meine innere Welt.

Nocheinmal die Geschichte der O - "Schlagen"

Wie im vorhergehenden Teil schon kurz erwähnt, die "Geschichte der O" las ich zum zweiten Mal, nur diesmal mit etwas anderen Augen. Die Szenen der Auspeitschungen erschienen mir wichtig. Nicht, dass ich dies in dieser Form jemals erleben möchte oder mein Top es jemals tun würde. NEIN! Aber der Aspekt der "Züchtigung" und das "tu es, wenn es dir Spaß macht", sie reizten mich.
Dazu muß ich sagen, dass für mich die Gerte nur an zwei bestimmten Stellen des Körpers "interessant" waren. Sie auf dem Po zu spüren, hm... ließ mich mehr oder weniger kalt.
Ich schrieb in mein Tagebuch meine Gedanken zu diesem Thema und dass ich mir wünschte, auch hier meine Grenzen zu erfahren, Grenzen, wie weit bin ich wirklich verfügbar. Mein Top las es natürlich und am 11.10.2002 ließ er mich spüren.*jammer* :-)
Am Ende des Spiels wußte ich nicht, geht es mir gut oder nicht, hatte sehr gemischte Gefühle. Er forderte mich auf, mit ihm darüber zu sprechen, aber ich bat ihn, mich erst meine Gedanken ordnen zu lassen, ich werde am nächsten Tag mit ihm darüber reden. Hier nun ein Auszug aus meinen Tagebuch.

2002-10-11 Zweifel ... oder doch ein klares Ja?

Thomas hat gelesen und gestern abend noch ließ er mich spüren... seine Hände, die auf meinen hochgeschobenen Po fielen, immer wieder, die Gerte, die ebenfalls ihr Werk tat.
Ich schrie, jammerte ... bitte aufhören ... dann noch ein paar Schläge zusätzlich.
Ich küßte die Gerte, die Hand, die mich schlug, sagte ein Danke und brach in Tränen aus, warum? .. ich konnte es nicht benennen.
Und jetzt? Will ich es tatsächlich? Ich weiß es immer noch nicht genau. Gibt es überhaupt ein zurück für mich in diesem Punkt? ... Egal... ich versuche trotzdem, meine Gedanken zu ordnen.
Sicher... es bereitete mir Lust.. und doch... wie demütigend, so dazuliegen, den Po zu präsentieren, geschlagen zu werden.
Auch wenn Thomas sagt, er unterscheide sehr, was schlagen anbelangt, es wäre kein Schlagen in dem Sinn gewesen, für mich war es teilweise so.
Ich empfand immer soetwas wie Verachtung für Frauen, die sich schlagen lassen, sicher, es ist ein völlig anderer Hintergrund, hat mit dem von gestern nichts zu tun, ist weit davon entfernt .. und doch... irgendwie, versteckt in mir ... war auch dieser Gedanke da, nun selbst dazuzugehören, entsetzte mich, beschämte mich.
Die Worte von Thomas ... "ich werde es tun, wenn es mir Spaß macht" ... genau das waren die Worte, die mich erregen, die ich hören will, mir das Gefühl der Verfügbarkeit geben .. und das will ich sein, unbedingt, gab mir auch meinen Stolz wieder zurück, für diesen Mann, den ich so sehr liebe, das zu sein, sein Eigentum, mit dem er tun kann, was er möchte.
Aber es tut einfach zwischendurch nur weh, übersteigt fast meine Grenzen, Schmerz aushalten zu können. Vielleicht aber sind diese Gedanken nur, weil ich es letztendlich noch nicht so 100%ig eingestehen kann, dass ich es mag, ich noch zu sehr das Bild in mir trage .. geprügelte Frau.
Ich denke, jetzt so beim Schreiben, dass dies der Knackpunkt ist, ich lernen muß, dieses Bild an seinem Platz zu lassen, nicht zu vermengen mit meiner Lust am Sklavin-sein.
Dann werde ich völlig genießen, die Furcht vor dem nächsten Mal bezähmen, die Abscheu vor mir besiegen können und nur noch die Lust dabei empfinden.
Wie gut, dass ich dieses Tagebuch führe, es reinigt meine Gedanken, hilft mir zu verstehen, was ich will, gibt mir immer wieder neue Kraft auf meinem Weg der Sklavin zu bleiben, hilft mir, auch zu diesem Punkt ein klares "JA" sagen zu können.
Tagebuchende.
Selbstverständlich sprachen wir auch noch darüber und all meine Zweifel sind nun beseitigt *smile*.
 
Dies waren sicher nicht die einzigen Erfahrungen, die ich im Jahr 2002 sammelte, aber sie gehörten mit zu den völlig neuen und wichtigen für mich.
 


23.05.2008